Z-Sync
Der mobile Companion für den Zen Browser: Spaces, angepinnte Tabs und Essentials vom Desktop aufs Handy, synchronisiert über Firefox Sync.
Jahr2026
PlattformiOS & Android
SynchronisationDirekt über Firefox Sync
StatusIm App Store und bei Google Play
Was ist Zen Browser?
Zen Browser ist ein kostenloser Desktop-Browser auf Basis von Firefox. Sein Markenzeichen ist eine ruhige, aufgeräumte Oberfläche: Die Tabs liegen nicht oben in einer Leiste, sondern in einer vertikalen Seitenleiste am linken Rand.
Organisiert wird diese Leiste über Spaces. Ein Space ist ein eigener Arbeitsbereich, in dem Tabs thematisch getrennt werden, etwa einer für die Uni, einer für Projekte und einer für alles andere. Innerhalb eines Space lassen sich Tabs anpinnen, und besonders wichtige Seiten bleiben als Essentials dauerhaft sichtbar, unabhängig davon, was sonst gerade geöffnet ist.
Zen gibt es ausschließlich für den Desktop, eine offizielle Handy-App fehlt. Ich nutze den Browser selbst seit einer Weile und schätze genau diese Konzepte. Meine Spaces waren dadurch an den Rechner gebunden, und erst ein neues Zen-Update hat ihre Synchronisierung zwischen Geräten über Firefox Sync möglich gemacht. Ohne diese Funktion hätte es Z-Sync nicht gegeben, und ich habe die App direkt gebaut, sobald das Update verfügbar war. Sie holt Spaces, angepinnte Tabs und Essentials über Firefox Sync aufs Handy, ohne eigenen Server dazwischen. Die Anmeldung läuft über das eigene Mozilla-Konto, und Änderungen laufen in beide Richtungen. Ein Link, der unterwegs gespeichert wird, wartet beim nächsten Öffnen am Rechner schon im Browser.
Alle Spaces in der Hosentasche
Zwischen den Spaces lässt sich nach links und rechts wischen. Jeder Space zeigt die angepinnten Tabs, die Essentials, die Ordner und die Split-Views, dazu die Farbverläufe, die vom Desktop bekannt sind. Ordner klappen sich beim Antippen auf, und die Reihenfolge bleibt genau so erhalten, wie sie am Rechner hinterlassen wurde.
Unterwegs gefunden, am Desktop gelesen
Der praktischste Teil ist das Teilen. Wird unterwegs etwas gefunden, das später am Rechner gelesen werden soll, lässt sich die Adresse über das Share Sheet direkt in einen Space schicken. Beim nächsten Öffnen des Desktops ist der Tab bereits da. Die Share-Erweiterung merkt sich außerdem den zuletzt verwendeten Space, damit das Speichern schnell geht.
Kurz nachschauen, ohne eine zweite App zu öffnen
Für die schnelle Suche zwischendurch steckt ein kleiner Browser direkt in Z-Sync. Ein Suchbegriff genügt, das Ergebnis erscheint sofort, und die Seite lässt sich anschließend entweder im Systembrowser öffnen oder direkt als Tab in einem Space ablegen. Die verwendete Suchmaschine ist frei wählbar.
Ohne eigenen Server und ohne Konto bei mir
Z-Sync läuft komplett ohne eigene Server. Die App spricht direkt mit Mozilla, genauer gesagt mit Firefox Sync. Die Anmeldung erfolgt über das eigene Mozilla-Konto, und verschlüsselt wird mit denselben Schlüsseln, die Firefox Sync selbst verwendet. Es werden also keine Daten an den Entwickler übertragen, und Analytics gibt es ebenfalls nicht. Der Preis dafür: Die App muss das Format der Zen-Spaces selbst entschlüsseln. Diese Arbeit an einem nicht dokumentierten Datenformat war mit Abstand der aufwendigste Teil des Projekts.
Zwei Apps, eine Anmeldung
iPhone und Android im selben Takt
Z-Sync gibt es für iPhone und Android. Beide Apps sind eigenständig gebaut, teilen sich aber dieselbe Spezifikation und dieselben Testdaten, damit sie sich nicht auseinanderentwickeln. Ein Feature gilt erst als fertig, wenn es auf beiden Plattformen läuft und sich gleich anfühlt.






Seit dem Release
Z-Sync ist kostenlos und ohne Werbung im App Store und bei Google Play gelistet. In den ersten Wochen ist die App in der Zen-Community gut angekommen, es gab Feedback auf Reddit, und seitdem fließen laufend kleine Verbesserungen ein. Die App wird allein entwickelt und gepflegt, deshalb steckt der meiste Aufwand in den Details: Sync-Konflikte sauber auflösen, das Teilen schnell machen und die Oberfläche auf beiden Systemen gleich halten.



